Montag, 16. November 2009

Wochenendberichterstattung

Und wieder ist ein weiteres Wochenende vorbei. Ich dachte eigentlich, ich würde ein bisschen dazu kommen mich zu entspannen. Denkste, diese Pläne konnte ich gleich wieder aus meinem Gedächtnis streichen.
Freitag habe ich erst einmal meinem Gastvater beim Einkaufen begleitet und bin dann abends zu Patri gehetzt, um ein Trabajo für Educación Física zu machen. Es ist wirklich wahnsinnig wie viel wir hier theoretisch in Sport machen, in Deutschland habe ich diese Erfahrung noch nie gemacht. Leider haben wir am Freitagabend nicht mehr so viel geschafft, weil wir uns mit leckeren Schokocroissants und netter Musik die Zeit einfach schöner vertreiben konnten.
Samstagmorgen bin ich dann wieder mit meinem Gastvater losgezogen, um mit ihm zusammen meine kleine Gastschwester Meriyo zu einem Basketballspiel zu bringen. Das Spiel ist erfolgreich für die Mannschaft gelaufen und sie haben 28:13 gewonnen!
Abends bin ich mit Clément losgezogen und wir wollten uns eigentlich den Film "This is it" über das letzte Konzert von Michael Jackson anschauen, aber leider wurde daraus nichts. Wir haben 4 Kinos abgeklapper, aber in keinem davon zeigen sie den Film. Läuft der etwa schon nicht mehr?
Und gestern war dann Día de Familia an der Reihe. Wir haben uns alle zu fünft auf dem Weg nach Alcála de Henares zur Universität von Paula gemacht, die dort zum 30 jährigen Jubiliäum einen Chorauftritt hatte. Da sie schon um 11.ooh da sein musste, das Konzert aber erst um 13.ooh angefangen hat, haben wir uns die Zeit noch ein wenig vertrieben, indem wir durch die Läden geschlendert sind, sehr zum Bedauern meines Gastvaters, und meine Familie mir Casa de Cervantes (der damalige Wohnsitz von Cervantes - Autor von Don Quijote) gezeigt hat.
Vom anschließenden Chorauftritt bin ich nach wie vor begeistert. Anfangs, als wir versammelt in der Kirche saßen und auf den Beginn des Auftritts gewartet haben, dachte ich, es würde eher langweilig werden und weniger abwechslungsreich. Aber letztendlich haben sie das wirklich toll gemacht: Der Dirigent hat sehr lustige Geschichten vom Chor erzählt, sie haben die Lieder mit
Castañuelas und Trommeln unterlegt und am Ende haben sie ein äußerst amüsantes afrikanisches Lied gesungen, bei dem jeder ein kleines Schmunzeln im Gesicht hatte.
Und am Ende muss ich sagen, bin ich froh, dass ich so gut wie keine Sekunde zu Hause war, weil ich meine Wochenendgestaltung wirklich sehr genossen habe!

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