1. Januar 2010 - Das Jahr 2009 ist verabschiedet und wir befinden uns seit knapp 15 Stunden im neuen Jahr.
Nachdem ich gerade erst einmal bis um 13.30h völlig verschlafen im Bett lag, Tamales gefrühstückt und einen Tee, da ich leicht verschnupft bin, getrunken habe, komme ich nun dazu euch von Nochevieja (Silvester) zu berichten.
Nachdem wir uns alle reichlich gestylt hatten, die Frauen mit Kleid, geglätteten Haaren und jeder Menge Schmuck und die Männer in Anzug und Hemd, kamen um 19.30h die Freunde der Familie eingetrudelt und die ganze Horde ging in die Küche um das Essen vorzubereiten. Es gab von Tamales (columbiansches Essen), gefülltem Hühnchen und Meeresfrüchten bis hinzu Tarta de Santiago und gefüllten Feigen mit Wallnüssen alles was das Herz begehrt und dazu sehr sehr lecker!
Als der kulinarische Teil beendet war, war es auch schon reichlich spät und es wurden für jeden in einem kleinen Becherchen die 12 Weintrauben vorbereitet. Und dann war es auch schon so weit. Der Fernseher wurde eingeschaltet und live aus Madrid vom Puerta del Sol wurden die letzten 12 Glockenschläge übertragen, mit denen eine Weintraube gegessen werden musste. Ich hatte das erst ein wenig falsch verstanden und als wir eigentlich nur noch 3 Weintrauben im Becher haben sollten, hatte ich leider noch 6. Also musste ich auf normale Zeit doppelte Weintrauben in den Mund kriegen. Letztendlich habe ich es irgendwie geschafft alle 12 Weintrauben zu essen, nur die Wünsche sind dabei ein wenig untergegangen. Aber trotzdem will ich mal nicht so sein und will nicht daran glauben, dass mein Jahr von Unglück geprägt sein wird!
Danach bin ich mit meiner Gastmutter Martha und ihrer Cousine Pilar mit einem Koffer, nach columbianischer Tradition, auf die Straße gezogen, da das bedeutet, dass man im neuen Jahr jede Menge reisen wird. Wir hatten sehr viel Spaß und auf einmal fing Pilar an laut rauszurufen in welchem Ländern wir uns befinden würden und ich habe die passenden Gesten dazu gemacht - sehr amüsant!
Um 1.00h morgens haben sich dann Meriyo und Paula, meine zwei Gastschwestern, verabschiedet und sie mit Freunden losgezogen. Ich dagegen bin mit Pilar, Martha, Lucho und Juancho dageblieben und wir haben noch eine Runde Salsa getanzt.
Um 5.00h, nachdem meine Füße dann vollkommen erledigt waren, bin ich nur noch ins Bett gefallen.
Jetzt werden wir uns gleich noch ins Escorial mit den Freunden und der Familie aufmachen. Das ist eine Stadt weiter im Norden, weiter im Gebirge, wo ein riesiges Krippenspiel stattfindet. Ich bin gespannt und hoffe ich kriege im neuen Jahr noch ein wenig Schnee geboten!
"Y decimos adiós y pedimos a Dios que en el año que viene a ver si en vez de un millón pueden ser dos."
Freitag, 1. Januar 2010
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)

1 Kommentar:
hört sich seehr schön an & ihr seid ja ganz schön lange aufgeblieben! Hier in Kanada ist Silvester leider nicht so besonders und erst garnicht traditionell. Wünsch dir ein schönes neues Jahr!
Kommentar veröffentlichen